Klinikumgebäude mit Parkansicht

Wussten Sie, dass...

das GPR Klinikum im Jahr 2016 sein 60-jähriges Bestehen feiert?

GPR

Zertifiziertes Gefäßzentrum

Partnerschaft des GPR Klinikums und der Kreisklinik Groß-Gerau

Innerhalb des GPR Klinikums ist das zertifizierte Gefäßzentrum der Klinik für Gefäß- und Endovascularchirurgie unter der Leitung von Dr. Jaroslaw Nakonieczny angegliedert. Das Gefäßzentrum ist eine Partnerschaft des GPR Klinikums und der Kreisklinik Groß-Gerau.

 

Die Idee zu einer Kooperation beider Kliniken wurde aufgrund der unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten im Bereich der Gefäßmedizin entwickelt. Patienten, die einen gefäßchirurgischen oder minimal-invasiven endovasculären Eingriff benötigen, werden bis dato von einem spezialisierten Gefäßchirurgen aus dem Team von Dr. Jaroslaw Nakonieczny ausschließlich im GPR Klinikum operiert. Patienten, die eine konservative Therapie benötigen, werden in der Kreisklinik Groß-Gerau behandelt.

 

Zukünftig ist vorgesehen, dass die Rüsselsheimer Gefäßspezialisten bestimmte Operationen auch in Groß-Gerau durchführen und die Kreisklinik die stationäre Nachbetreuung übernimmt.

 

Entwicklung von Gefäßerkrankungen

Parallel zu der zunehmenden Lebenserwartung der Bevölkerung steigt die Zahl der Gefäßerkrankungen. Dazu zählen insbesondere die sogenannte „Schaufensterkrankheit“ durch Verschlüsse der Beinschlagadern sowie durch Verengungen der Halsschlagader bedingte Schlaganfälle. Ebenfalls nehmen Aneurysmen (krankhafte Aussackungen) der Aorta und Beckenschlagadern zu.

Die Behandlung dieser Erkrankungen kann neben der Gabe von entsprechenden Medikamenten häufig operativ-gefäßchirurgisch oder interventionell (durch Einsatz von minimal-invasiven, endoluminalen Methoden wie Ballonerweiterung oder Stentimplantation) erfolgen.

Das renommierte Fritz Beske Institut für Gesundheits-System-Forschung in Kiel veröffentlichte im August 2009 die Studie „Morbiditätsprognose 2050“, in der eine Hochrechnung der Morbidität bis ins Jahr 2050 für 22 ausgewählte Krankheitsbilder durchgeführt wurde.

Für den Kreis Groß-Gerau mit seinen rund 250.000 Einwohnern lässt sich aus dieser Hochrechnung ableiten, dass die derzeitige Zahl von etwa 565 Schlaganfallpatienten pro Jahr bis 2050 auf 1.095 ansteigen wird. Umgerechnet bedeutet diese Entwicklung, dass im Jahr 2050 im Kreis Groß-Gerau täglich drei Personen einen Schlaganfall erleiden werden.

 

Endovasculäre Spezialisten

Die Gefäßchirurgen des GPR Klinikums bieten in ihrem Spezialgebiet unter Führung des Chefarztes Dr. Jaroslaw Nakonieczny die gesamte Palette sowohl der „offenen“ Bypassoperationen als auch der endovasculären (innerhalb des Gefäßes) Techniken an.

 

Dr. Jaroslaw Nakonieczny und der Leitende Oberarzt Dr. Peter Blöhbaum haben sich zudem in medizinischen Weiterbildungen spezielle Kenntnisse in den endovasculären Behandlungstechniken erworben und führen beide die Zusatzbezeichnung „Endovasdulärer Spezialist“. Sie verfügen sowohl über langjährige Erfahrungen in der endovasculären/minimal-invasiven Therapie der Aortenaneurysmen durch sogenannte Stentprothesen, durch die eine Eröffnung des Bauchraumes oder des Brustkorbes vermieden werden kann, als auch in der erfolgreichen Behandlung von Verengungen der Halsschlagader mit Stents.

 

Mit sehr guten Ergebnissen wird bereits seit geraumer Zeit die endoluminale, direktionale Atherektomie angewendet (Entfernung der Kalkablagerungen aus den Schlagadern unter Anwendung einer speziellen Gefäßfräse). Diese Methode wird nur in wenigen Zentren in Deutschland angeboten. Die Kenntnisse auf diesem Spezialgebiet werden in regelmäßig am GPR Klinikum organisierten, internationalen Workshops interessierten Angiologen und Gefäßchirurgen vermittelt.

 

Mit dieser speziellen Gefäßfräse können Kalkablagerungen aus Schlagadern entfernt werden

 

Nicht-invasive Behandlungsmethoden

Die Innere Abteilung der Kreisklinik Groß-Gerau verfügt in ihrem Schwerpunkt Angiologie über alle gängigen nicht-invasiven Methoden zur Diagnostik von Gefäßkrankheiten einschließlich radiologisch bildgebender Verfahren. Das ganze Spektrum konservativer Behandlungskonzepte der arteriellen, venösen und lymphatischen Gefäßerkrankungen wird in der Therapie unter der Anleitung des Angiologen Dr. Manfred Geeren angewendet.

 

Gefäßkonferenzen

 

Die Kreisklinik Groß-Gerau und das GPR Klinikum führen im Rahmen des Gefäßzentrums gemeinsame interdisziplinäre Fallbesprechungen (Gefäßkonferenzen) durch. Die Fallbesprechungen finden in der Regel alle zwei Wochen statt. An den Fallbesprechungen nehmen für die Kreisklinik Groß-Gerau Ärzte aus der Fachdisziplin Angiologie teil. Das GPR Klinikum ist mit den Ärzten aus den Fachgebieten der Radiologie, Kardiologie, Neurologie und Gefäßchirurgie beteiligt.


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Kontakt


 

 

Leiter des Gefäßzentrums

Dr. med. Jaroslaw Nakonieczny


Chefarzt der Klinik für

Gefäß- und Endovascularchirurgie

 

Telefon: 06142 88-1046

Telefax: 06142 88-4574 

 

E-Mail: Nakonieczny@
GP-Ruesselsheim.de